Da stoße ich auf goethes prometheus. Bekannt, ja.
Vor kurzem ist er mir im deutschunterricht begegnet, dieser prometheus.
Doch zwischen metrum, reim, stilmitteln und interpretation bleibt nicht viel zeit für
genauere betrachtung, für innerlichen eindruck.
jetzt sitz ich da mit dem stark-band gedicht analysieren und interpretieren und lese das gedicht zum zweiten mal.
Bedecke deinen Himmel, Zeus,Mit Wolkendunst!Und übe, Knaben gleich,Der Disteln köpft,An Eichen dich und Bergeshöh'n!Mußt mir meine ErdeDoch lassen steh'n,Und meine Hütte,Die du nicht gebaut,Und meinen Herd,Um dessen GlutDu mich beneidest.
Ich kenne nichts ÄrmeresUnter der Sonn' als euch Götter!Ihr nähret kümmerlichVon OpfersteuernUnd GebetshauchEure MajestätUnd darbtet, wärenNicht Kinder und BettlerHoffnungsvolle Toren.
Da ich ein Kind war,Nicht wußte, wo aus, wo ein,Kehrt' ich mein verirrtes AugeZur Sonne, als wenn drüber wärEin Ohr zu hören meine Klage,Ein Herz wie meins,Sich des Bedrängten zu erbarmen.
Wer half mirWider der Titanen Übermut?Wer rettete vom Tode mich,Von Sklaverei?Hast du's nicht alles selbst vollendet,Heilig glühend Herz?Und glühtest, jung und gut,Betrogen, RettungsdankDem Schlafenden dadroben?
Ich dich ehren? Wofür?Hast du die Schmerzen gelindertJe des Beladenen?Hast du die Tränen gestilletJe des Geängsteten?Hat nicht mich zum Manne geschmiedetDie allmächtige ZeitUnd das ewige Schicksal,Meine Herren und deine?
Wähntest du etwa,Ich sollte das Leben hassen,In Wüsten fliehn,Weil nicht alle Knabenmorgen-Blütenträume reiften?
Hier sitz' ich, forme MenschenNach meinem Bilde,Ein Geschlecht, das mir gleich sei,Zu leiden, weinen,Genießen und zu freuen sich,Und dein nicht zu achten,Wie ich!
Dieser erste vers, der mich so berauscht, kann man schon sagen, denn dieser vers geht mir nicht mehr aus dem kopf. warum?
ich weiß es nicht.
seit wann interessiere ich mich schon für griechische mythologie?
ich habe bei diesen ersten beiden versen immer ein bild im kopf:
Der disney herkules film. so ziemlich am anfang als man zeus zu hause sieht und sich die nacht über den tag legt.
Ich mag das gedicht wegen der emotion, dem mut des rebellen, der den allmächtigen zeus in frage stellt (vgl. 5. strophe).
die art des schreibens, die emotion in den vordergrund zu rücken und die gedanken des
lyrisches ichs. typisch für diese stürmer und dränger.
ach ich mag das gedicht einfach :)
habe heute auch 13,5 seiten aufsatz zu gedichtanalyse und interpretation geschrieben :)
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