Ich mein damit, ihr Wissen zur Verfügung stellen, sozialer Weise ( ;D ) versuch ich es auch mal vielleicht hilft es ja mal jemandem.
Ich muss aber zugeben, dass ich die Einleitung teilweise aus dem Internet habe, sonst ist alles selbst geschrieben.
ACHTUNG!DAS IST KEINE MUSTERLÖSUNG, NUR MEIN AUFSATZ!
(da ich nicht alle argumente ausgeführt habe fiel es ihr schwer es zu bewerten, aber von sprache und erkenntnis ca. 2-, hat sie druntergeschrieben)
A. Das Drama „Maria Stuart“ von Schiller im historischen Kontext
B. Akt II, Auftritt 3 (V1348-1401) Talbot, als Fürsprecher Marias im Gespräch mit Königin Elisabeth
I. Inhaltliche Analyse
1. Graf Shrewsbury als Anwalt Marias
a. Spricht für Maria, da sich sonst niemand traut x
b. Sieht sich als Stimme der Barmherzigkeit x
c. Appelliert an Elisabeths Barmherzigkeit und Milde
Sieht Maria auch als schuldig an, rechtfertigt dies jedoch
d. Betont, dass Elisabeth an einem Ort aufgewachsen ist, der ihr keine sinnliche Ablenkung bot
e. Schmeichelt ihr in gewisser Weise, da sie gelernt hat, wahre Werte zu schätzen
f. Rechtfertigt Marias Charakter
g. Talbots Fehler: Fängt an von Maria zu schwärmen x
2. Elisabeth als subjektive Herrscherin
a. Hört eher auf Räte, die ihr Wohl in den Vordergrund stellen
b. Betont, dass es starke Frauen gibt und Maria so eine ist
c. Will von Schwäche der Frau nichts hören
d. Nimmt Talbot wegen seiner Schwärmereien nicht mehr ernst
e. Will dem Anschein nach Regierung und menschliche Schwächen nicht vermischen x
II. Sprachliche Analyse
1. Graf Shrewsbury unterstützt sprachlich seine Argumentation
a. Rechtfertigt sich als neutralen Anwalt mithilfe von schwachen Adjektiven
b. Beschreibt Maria mithilfe von schwachen Adjektiven und Verben, um Mitleid zu erwecken x
a. 1.3 Rhetorische Frage soll Elisabeth zum Nachdenken bringen
b. 1.4 Im zweiten Teil seiner Argumentation bezieht er sich auf Elisabeths Biographie
c. 2. Elisabeth argumentiert gefühlskalt dagegen
d. 2.1 Betont durch Antithese ihre Stärke
e. 2.2 Stellt Shrewsburys Beschreibungen von Maria in ein schlechtes Licht
III. Elisabeths Frauen- und Herrscherinnenbild x
C. Verwerfung der rechtlich-rationalen Rettung Marias
Aufsatz:
Mit der Uraufführung von „Maria Stuart“ feierte Friedrich Schiller im Jahre 1800, nach „die Räuber“ (1782) einen weiteren bahnbrechenden Erfolg der Weimarer Klassik. Über den grünen Klee gelobt und viele Menschen, aller Schichten dieser Zeit ansprechend, erzählt Schiller in seiner großen Tragödie von Maria Stuart, Königin Schottlands, die von der englischen Königin Elisabeth in einem Kerker festgehalten wird. Beide haben sich schuldig gemacht und sind in das Netz von Macht und patriarchaler Gewalt verstrickt: Maria hat nicht nur versucht, Elisabeth ermorden zu lassen, sondern auch die Tötung ihres eigenen Gatten veranlasst. Elisabeth wiederum verletzt Maria gegenüber das Völkerrecht, raubt ihr letztes Hab und Gut, ihre Freiheit und lässt sie schließlich hinrichten, weil sie ihre eigene Machtposition durch die schottische Verwandte bedroht sieht. Intrigen, Liebschaften und religiöse Konflikte sowie politische Zwänge und Verstrickungen prägen die Geschichte des schillerschen Bravourstück. Im 2. Aufzug, 3. Akt versucht der älteste Berater Elisabeths das Blatt zu wenden und die schottische Königin vor ihrem sicheren Tod zu retten.
Der besagte Ausschnitt spielt sich im Palast zu Westminster ab, indem Elisabeth ihre Räte hat kommen lassen, um nochmal über die Hinrichtung Marias zu diskutieren, da sie diesbezüglich unentschlossen ist. Während Burgleigh für eine sofortige Hinrichtung argumentiert, spricht sich Leicester für einen Aufschub aus. Dies hat außer persönlichen vor allem rechtliche Gründe: Nach altem englischem Recht kann ein zum Tode verurteilter Verbrecher nicht mehr hingerichtet werden, wenn er das Antlitz des Königs gesehen hat. Darum ist es im Sinne Burleighs, die Begegnung zu verhindern. Der älteste des Rates, Talbot, Graf von Shrewsbury, hält sich an geltendes Recht und zweifelt an der Rechtmäßigkeit des Urteils, zudem appelliert er an die Milde der englischen Königin, um eine Hinrichtung Marias abzuwenden.
Graf Shrewsbury tritt in gewisser Weise als Anwalt Marias auf, auch wenn er dies so nicht gern zugeben möchte (Vgl. V. 1378 ff.). Er begründet sein Handeln, indem er Elisabeth darauf hinweist, dass niemand sich traue für Maria zu sprechen, da jeder der englischen Königin „Zorn“(V. 1379) fürchte. Er betont auch, dass er sich für sie einsetzt, da er nichts mehr zu verlieren habe, da er sowieso schon so alt sei (Vgl. V. 1381 f.). Außerdem sieht er sich als Stimme der Barmherzigkeit ihres Rates und hofft, dass sie seine Stimme annehmen wird. Als Stimme der Leidenschaft sieht er Leicester, der aus emotionaler Ebene und Eigennutz heraus handelt, er möchte verhindern, dass Elisabeth die Selbstsucht Burgleighs anzunehmen und dabei zu vergessen, was das Recht vorschreibt.
(…)
Talbot hat seinen Argumentationsweg gut aufgebaut und sich von Elisabeths Unterbrechungen nicht in die Irre führen lassen, dies wird deutlich, wenn man seinen Gesprächsanteil zwischen den Versen 1348 und 1401 betrachtet. Doch der älteste Rat macht seine Argumentation zu Nichte, als er damit beginnt über Maria zu schwärmen(Vgl. V.1395 ff.). Hier bricht seine Autorität, in Elisabeths Augen zusammen, da er nicht mehr als objektiver Berater wahrgenommen wird, sondern als alter Mann, der sich in der Schönheit einer jungen Frau verliebt hat. Königin Elisabeth bringt dies zum Ausdruck indem sie sagt :“Das müssen Reize(...) sein, Die einen Greis in solches Feuer setzen.“.
Ab diesem Zeitpunkt hat Elisabeth einen begründeten Vorwand, die Ratschläge des Grafen nicht mehr ernst zu nehmen.
(…)
Die englische Königin fürchtet unter anderem das Treffen mit Maria, da sie Angst hat in Konfrontation mit ihrer Schönheit zu geraten. Historisch gesehen war die schottische Königin ihrem Schönheitsideal weit voraus, deshalb ist es Elisabeth nicht zu verdenken, dass sie als Frau nicht im Schatten der Vollkommenheit Marias stehen möchte. Jedoch will sie den Schein wahren, dass sie, als Königin, sehr wohl fähig ist Emotionen und private Missstände von ihrer Regierung zu trennen.
Dies wird deutlich nachdem sie Graf Shrewsbury zu Recht weist, er solle „hier im ernsten Rate“ (V. 1398) nicht anfangen zu schwärmen. Für Elisabeth bietet sich hier eine gute Gelegenheit der Lobpreisung Marias aus dem Weg zu gehen, Graf Shrewsburys Argumentation zu stoppen und das Bild aufrecht zu erhalten, dass ihr die Schwärmereien nichts ausmachen würden, diese jedoch nicht in einen ernsten politischen Rahmen passen.
(…)
Es ist nicht übersehbar, dass Talbot seine Argumentation mit sprachlichem Geschick angeht.
Um Elisabeth dazu zu überreden Milde walten zu lassen und Maria zu verschonen stellt er die schottische Königin mit schwachen Adjektiven und Nomen mit Absicht in ein labiles, konstruiertes Licht. Er beschreibt sie als „gebrechlich[es] Wesen“(V.1373) oder benutzt das Nomen „Die Arme“ (V. 1389), um Marias Harmlosigkeit zu betonen.
(…)
Elisabeths Herrscherinnenbild kommt in diesem kurzen Teil des Dramas deutlich zum Ausdruck, sie betont, dass eine Frau auch herrschen kann und, dass es im Geschlecht der Frauen genauso starke Personen gäbe (Vgl. 1374). Elisabeth hat eine sehr genaue Vorstellung von dem Bild einer Frau und sie weiß, dass sie, umgeben von Männern, ihre Herrschaft immer wieder beweisen muss.
Deshalb ist es für sie auch von großer Bedeutung die richtige Entscheidung im Falle der Hinrichtung Marias zu finden, denn eine falsche Entscheidung könnte einen Aufstand oder ihren Untergang bedeuten.
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