Wichtigere Dinge schleißen sich in das Gehirn ein und man schiebt und schiebt sein Vorhaben im weiter in eine Ecke, wo es dann letztendlich einstaubt.
Heute ist einer dieser Tage, an dem ich mal nicht weiß was ich noch erledigen muss und dann schaute ich mal in meine kleine Kiste mit der Aufschrift "gute Vorsätze" und fand meinen Blog wieder.
Ein paar nette Erinnerungen sprangen mir entgegen, wie ein aufziehbarer Clown aus seiner Kiste nur war die Fratze ein liebliches Gesicht. Was will man mehr?
Es ist schwierig in der heutigen Welt noch Zeit zu finden für Dinge, die vielleicht weniger wichtig erscheinen, aber einfach Spaß machen. Selbst wenn man Zeit übrig hat, was nicht unselten der Fall ist, überlegt man sich was man nun nutzbringendes mit ihr anfangen kann. Die kleine Gefährtin Jedermans ist aber teilweise so schwer zu beschäftigen, wie ein kleines, trotziges Kind. Man bietet ihr dies an, was logisch erscheint, doch damit gibt sie sich nicht zufrieden und sucht eine sinnvollere Beschäftigung. So rennt man im Kreis und spielt im Endeffekt Katz und Maus. Wer die Katz ist und wer die Maus, das ist jedem selbst überlassen.
Was ich damit sagen will, ist dass es für die Menschen immer schwieriger wird ihre Zeit so aufzuteilen, dass sie gewissenhaft ihre Pflichten erfüllen können, aber dann auf der anderen Seite ohne schlechtes Gewissen die freien Stunden genießen zu können. Oft ist es so, dass sich die Maus oder die Katz, je nachdem, in irgendeinem Loch versteckt und man sucht und sucht und sucht und verplempert seine Zeit mit Suchen, anstatt dass man sie währenddessen für etwas Anderes nutzt und wartet bis der Übeltäter wieder rauskriecht, weil ihm nun langweilig ist.
Was man dann, wenn man Zeit hat, oft nicht schätzt ist der Genuss der Langeweile, der vielen Menschen zwar versagt bleibt, aber wenn es dann mal soweit ist diese nicht damit umgehen können. Ich nehme mich da nicht aus, wie ein Wiesel suche ich nach einer sinnvollen Beschäftigung und die Blüte des schlechten Gewissens wird röter und röter, umso länger ich dafür brauche.
Doch man beschwert sich ja immer, dass die Zeit, die kleine Hexe, einem immer davon läuft und wenn sie dann mal stehen bleibt und einem hämisch ins Gesicht grinst, weiß man nicht was man mit ihr anstellen soll.
Die beste Methode ist, wahrscheinlich, nochmal tief in sich rein zu schauen und seine verstaubten Kisten zu durchwühlen und vielleicht findet man dort sowas Freude erregendes, wie ich entdeckt habe - in meinem Fall meinen guten, alten Blog.
Gute Nacht allerseits